Spuktour: Pestkapelle Weilheim


Die Pestkapelle bei Weilheim im tiefsten Bayern stand schon länger auf meiner Besuchsliste, letztes Wochenende war es dann endlich soweit.


 Unzählige Gruselgeschichten ranken sich um diese Stätte, die tief im einsamen Wald liegt.

Im 12. Jahrhundert wird die Kapelle erstmals geschichtlich erwähnt. Ein paar Hundert Jahre später wurde sie Ruhestätte für viele Menschen, die an der Pest erkrankten und starben. Daher der Name "Pestkapelle". Die Toten wurden auch im Wald begraben, als der Platz eng wurde.
Schon vor hunderten von Jahren hatte sie einen schaurigen Ruf. Viele der damaligen Einwohner berichteten von düsteren Erscheinungen und Weinen im Umkreis der Kapelle. Sie und der umliegende Wald sollen verflucht sein. Man erzählt sich auch heute noch von geisterhaften schwarzen Hunden, die plötzlich auftauchen und wieder verschwinden. Sie sollen verirrten Wanderern den richtigen Weg weisen.


Im Inneren der Kapelle leuchten nachts die Kerzen und wenn man durch das Fenster blickt, soll man ganz deutlich die Spiegelung eines umgedrehten Kreuzes sehen.

Außerdem stehen fünf Brunnen (die inzwischen zugegittert sind) um die Kapelle, die von oben in Verbindung zueinander ein Pentagramm ergeben. Vier Brunnen kann man sehen, der letzte, genannt Teufelsbrunnen, befindet sich der Sage nach unter der Kapelle. 


Viele der Pesttoten wurden damals angeblich dank Platzmangel in die Brunnen geworfen. Diese sind ziemlich tief und man möchte dort definitiv nicht reinfallen...



Nachts sollen sich hier Satanisten treffen und dem Teufel huldigen. Vermutlich sind das aber eher Jugendliche, die irgendwelche Mutproben abhalten...




Da es keine Schilder oder anderweitige Wegbeschreibungen gibt, ist es nicht einfach, die Pestkapelle zu finden. Internetverbindung gibt es da draußen nicht, also kann man nur auf gut Glück losgehen. Ich habe sie auch nur durch Zufall gefunden. Um die Kapelle herum gibt es anscheinend mehrere Irrwege, die angeblich angelegt wurden, um es bösen Geistern schwieriger zu machen, hinunter ins Dorf zu gelangen.


Der Wald außen herum ist sehr weitläufig und durchaus ein wenig gruselig, vorallem bei Dämmerung. Die Kapelle ansich ist recht hoch gelegen und von Bäumen umgeben - Betreten kann man sie nicht, aber durch die Fenster schauen.
Wie so oft gab es in der Vergangenheit auch hier Vandalismus und Beschädigungen, weshalb die Kapelle videoüberwacht ist. 


Geistererscheinungen, Weinen und schwarze Hunde habe ich leider (?) nicht vernommen ;)
 trotzdem hat die Kapelle eine schön-schaurige Atmosphäre und man kann ein wenig verstehen, wie die vielen Gruselgeschichten zustande kamen.

Herbstliches DIY und Halloween Haul (TK Maxx)


    Werbung | Unbeauftragt



    Süß, oder? 
    Diese kleinen Kürbisse sind supereinfach zu machen und machen sich toll als bunte Herbstdeko. Ich habe die Idee aus einem Pinterest Tutorial,
    mit buntem Garn und grünem Schaumgummi als Stängel. 


    Autumn Hair

    Herbst zieht ein und wo die Blätter bunt werden und ihre Farben verändern, wurde es auch für meinen Kopf wieder einmal an der Zeit.
     Meine Ausgangshaarfarbe war ein ausgewaschenes hellbraun oder auch dunkelblond und jede unechte Blondine kennt das nervige Ansatzfärben.... 
    Bei meinem Drogeriemarkt gab es Henna im Angebot, also habe ich mir kurzerhand spontan eine Packung mitgenommen. In Intensiv Rot (für mich ist wichtig, dass das Henna frei von krebserregenden Sodium Picramaten ist, die leider gerade in roten Hennafarben oft enthalten sind).  
    Vor ein paar Jahren habe ich öfter mal gehennt, bin dann aber wieder auf chemische Färbung/Tönung umgestiegen. 


    Das Hennapulver wird mit heißem Wasser angemischt und in die Haare gegeben...da Henna völlig unschädlich ist, lasse ich es meist über Nacht drin. Wie auch diesmal. 
    Aus dem Blond links wurde ein schönes, gleichmäßiges Kupferrot. Ein wenig dunkler wie auf dem Bild, aber perfekt für den Herbst. 




    Pluspunkt von Henna gegenüber anderer Färbemittel: Nach einer Hennabehandlung fühlen sich die Haare superkräftig und gesund an. 
    Und den kräuterigen Geruch finde ich persönlich einfach toll...wobei das sicher Geschmackssache ist ;)


    Herbstsehnsucht - Kürbisblätterteig


      Werbung | Unbeauftragt

      Das Wetter draußen hat gerade sehr novemberliche Züge, Platzregen, Hagel und Sturm. Definitiv nur schön, wenn man nicht draußen ist.
      Um mich dem herbstlichen Wetter auch kulinarisch anzupassen, gab es heute...

      ...Kürbisblätterteig mit Marmeladenfüllung


      Die Herstellung ist denkbar einfach,
      man nehme eine Rolle Blätterteig aus dem Supermarkt und - Marmelade. Ich habe Himbeer/Erdbeere genommen....sehr lecker ist aber sicher auch Schokoaufstrich oder Apfelmus mit Zimt.


      Mit einem spitzen Messern schneidet man nun die Kürbisform aus und zwar zweimal. Einmal mit Gesicht, einmal ohne.
      Auf die eine Hälfte Marmelade streichen, die andere drauflegen und mit der Gabel die Ränder festdrücken. Als Abschluss kann man den Blätterteig mit Ei bestreichen.
      Danach ab in den Backofen bei ca. 170 Grad für 20 Minuten.

      Einfach gemacht und einfach süß 



      Apropos süß, gestern fand die vielbeworbene Schokopizza ihren Weg in meinen Einkaufswagen....ich war schon vorher etwas skeptisch und fand sie leider auch wirklich nicht so toll, was an der irgendwie bitter-säuerlichen Schokolade lag. Ist wohl Geschmackssache. Interessant aussehen tut sie dafür auf jedenfall 

      Totentänze


      Dieses Wochenende habe ich ganz spontan einen Ausflugspunkt abgehakt, der schon länger auf meiner Liste stand und sich nicht mal sehr weit von meinem Zuhause befindet.
      Der St. Peter Friedhof in Straubing.

        

      Viele heutige Friedhöfe finde ich viel zu starr und "steril" angelegt. Richtig schöne, verwilderte, alte Ruhestätten findet man kaum mehr.
      Mitten in Niederbayern steht allerdings mit dem St. Peter Friedhof einer der bedeutensten Friedhofsanlagen Deutschlands.
      Der Friedhof, mit Kirche steht auf einer kleinen Klippe, nur wenige Meter weiter fließt die Donau vorbei..sehr malerisch...





      ...Bestattungen gibt es hier schon viele Jahre nicht mehr, 1879 wurde der Totenacker für Begräbnisse geschlossen, nur zum Ende des WWII hin, gab es 1945 nochmal einige wenige Ausnahmen.




      Die meisten Gräber sind verwittert und nur schwer zu entziffern, die meisten sind auf dem 18. Jahrhundert, einige reichen aber bis in die Zeit des 14. Jahrhunderts zurück!







      Südlich und westlich zur Kirche liegen trotz der eher kleinen Größe des Friedhofs drei Kapellen, darunter die "Totentanz- oder Seelenkapelle", die leider aktuell aufgrund von Vandalismus verschlossen ist (einfach nur traurig...).








      Die Stadt bieten auch Führungen durch den Friedhof an, vielleicht mache ich in Zukunft einmal eine mit. Jedenfalls ist der St. Peter Friedhof verdient einer der schönsten Friedhöfe Deutschlands...



      Und bei den heutigen Wahlergebnissen habe ich mich gleich mal zu den schwer deprimierten Skulpturen gesellt ;)



      The Moon

      Die Temperaturen haben die 10 Grad - Marke überschritten und ich hatte Frühlingsgefühle. Im Sinne von Frühjahrsputz. 
      Also wurde gesaugt, gewischt, entstaubt, ...
      und ein wenig umdekoriert.
      Dieses schwarz.weiße Tuch, was ich kürzlich erworben habe und welches ganz sanft an der Kitschgrenze vorbeischrammt, macht sich wunderbar als Wandbhang neben dem Bett.



      Zuvorhing dort ein gerahmtes Skyrim Poster, welches über den Fernseher gezogen ist. 
      Der leere Raum zwischen Eck und Fenster war mir noch zu leer -
      in den ewigen Weiten von pinterest
       habe ich einen Mondphasen Anhänger gefunden, den ich einfach nachmachen musste.



      Die einzelnen Mondzustände auf Pappe aufzeichnen, ausschneiden und in schwarz-grau-weiß bemalen. Ich nehme dazu einfachen Acryllack, die Farben sind selbst angemischt.
      Trocknen lassen und einfach auf einer dünnen Schnur auffädeln.



      Macht sich gut zum Wandtuch, finde ich :)
      Und weil ich gerade bei Wölfen und Monden war, wurde noch die leere Fläche über meinem Wandspiegel verziert. Waldtiere und Drillingsmonde gehen doch immer (keine Ahnung, warum das Bild so schief aussieht) 



      Ja, momentan habe ich es mit Monden und Wölfen :) 

      Für ein bisschen mehr grün durfte außerdem ein Efeu einziehen - mal sehen, wie lange er meinen schwarzen Daumen überlebt! 


      Kürbisliebe



      Hallo an diesem düsteren Sonntag!
      Um die Stimmung etwas aufzuhellen, gab es heute einen leuchtend orangen Hokkaido-Kürbis, der zum Einstand des Herbstes (01.09. war der meteorologische Herbstbeginn) zu einer leckeren Suppe verarbeitet wurde.



      Mit Kokosmilch, Orangensaft, Ingwer, Zimt, Orangensaft und Curry. Tipp: Den Kürbis vorm Kochen erstmal zwanzig Minuten bei 190 Grad in den Ofen - macht ihn weicher und um einiges besser zu Schneiden.

      Im Garten meiner Mutter wuchern die lieben Kürbisse auch schon vor sich hin. Schön!

      Die letzten Tage bis Wochen waren ziemlich anstrengend und nervig, deshalb kam der Blog ein wenig kurz. Guter Zeitpunkt für einen kleinen Wochenrückblick:


      Gesehen: Wolf Children von Mamoru Hosoda. Ein wirklich gelungener und berührender Film über eine alleinerziehende Mutter, die zwei Wolfskinder großzieht.
      Gehört: Cassandra Complexx, Apoptgyma Berzerk, Klangstabil, Knorkator, Skold
      Gegessen: Kürbissuppe, Spaghetti, Dominosteine (ja, ich unterstütze Weihnachtsgebäck im August ;))
      Getrunken: Wasser, viel zu viel Kaffee
      Geärgert: Nervige Bürokratie, Zettelwirtschaft, Familienproblemchen, Autoproblemchen
      Gefreut: Hat am Ende doch alles irgendwie geklappt....wobei ich nichts verschreien will!
      Gedacht: „Bin ich in 50 Shades of Grey gelandet? (ohne den BDSM u.ä.)"
      Gewünscht: Entspannung, vorallem geistig
      Geplant: Dem Minimalismus-Trend zu folgen und gefühlt 80% meines Haushaltes loszuwerden bzw. nur noch Dinge zu kaufen, die tatsächlich Sinn machen
      Gekauft: einen grauen Bürorock + weiße Bluse, Regenponcho

      Habt einen schönen Sonntag 


      Autumn is coming!

      Seit heute stehen hier auf dem Dorf Kürbisstände an den Straßenrändern. 
      Ein untrügliches Zeichen, dass der Sommer bald vorbei ist.






      Zwar schreiben wir erst Mitte August, aber die letzten Tage waren nicht Sandalen, Sommercocktails und Sonnenbrille angesagt, sondern eher dicke Wollpullis, heißer (Yogi)Tee und Kerzenlicht. Mal sehen, ob wir dieses Jahr einen schönen, warmen Altweibersommer bekommen oder es ganz schnell von Hitze zu Dauerregen schaltet. 

      Kleiner Wochenrückblick:
      [Getan] Meine Omi auf dem Dorf besucht, ein interessantes neues Restaurant ausfindig gemacht, gezeichnet,....
      [Gegessen] Salate, gefüllte Aubergine, Auberginen-Kartoffel-Curry, Pho Suppe, Sushi
      [Getrunken] Wasser, Kaffee schwarz, diverse Tees
      [Gesehen] schöne Landschaften, "Sunshine Reggae auf Ibiza" (ein sehr "besonderer" Film, der mir einen ominösen Ohrwurm beschert hat)
      [Geärgert] Über die Dieselaffäre. Letztendlich geht doch leider alles nur ums €€€ und der Klimaschutz ist den meisten Beteiligten vollkommend egal. Und über die Deutsche Bahn - für eine Strecke von eigentlich gut einer Stunde habe ich dank den üblichen Verspätungen fünf Stunden gebraucht..tut echt nicht Not
      [Gekauft] Kürbis! Auch wenn er eher aussieht wie ein Geschwür...aber trotzdem liebenswert ;D



      Von WGT, Keramikmalerei und Krankenhäusern

      Drei viertel des Jahres 2026 ist um und mein Blog sehr verwaist.  Höchste Zeit, mal wieder eine Zusammenfassung zu posten, was sich alles so...