Donnerstag, 29. Oktober 2015

Herbst



In Kürze ist der 31.10., schönster Feiertag des Jahres .
Sogar in meinem kleinen, katholischen Dörfchen breitet sich ein wenig Halloweenstimmung aus, durch geschnitzte Kürbisse an den Hauseingängen, Fensterdeko und Grusellichterketten... sehr fein!
Und auch der Herbst hat mittlerweile vollen Einzug gehalten.
Bunte Blätter, kühle Temperaturen... und fast sämtliche Menschen um mich herum sind erkältet! ;)
Dagegen habe ich mir jetzt - wo der Hype schon wieder so ziemlich vorbei ist - einen Smoothie Maker geholt. An grüne Gemüse Spinat/Salat/Gurken-Kombinationen habe ich mich zugegeben noch nicht getraut..aber mit Obst mag ich es. Oben zu sehen ein Karotten-Orangen-Apfel-Ingwer-Smoothie. Lässt sich trinken ;)


Ich finde, zum Herbst gibt es auch sehr hübsche Gedichte, momentan klingen mir zwei davon im Ohr...

O du wunderschöner Herbst, 
Wie du die Blätter golden färbst, 
Deiner reinen Luft so klar und still, 
Noch einmal ich mich freuen will. 

Ich geh den Wald, den Weiher entlang; 
Es schweigt das Leben, es schweigt Gesang, 
Ich hemme den Schritt, ich hemme den Lauf
Erinnerungen ziehen herauf.

Erinnerungen sehen mich an, 
Haben es wohl auch sonst getan. 
Nur eins hält nicht mehr damit Schritt. 
Lachende Zukunft geht nicht mehr mit. 

Vergangenheit hält mich in ihrem Bann, 
Vergangenheit hat mir’s angetan; 
Den Blick in den Herbst, den hab ich frei, 
Den Blick in den Herbst. Aber der Mai?

Herbst von Theodor Fontane


Und...mein allerliebstes:

Am Abend, wenn die Glocken Frieden läuten,
Folg ich der Vögel wundervollen Flügen,

Die lang geschart, gleich frommen Pilgerzügen,
Entschwinden in den herbstlich klaren Weiten.
Hinwandelnd durch den dämmervollen Garten
Träum ich nach ihren helleren Geschicken
Und fühl der Stunden Weiser kaum mehr rücken.
So folg ich über Wolken ihren Fahrten.

Da macht ein Hauch mich von Verfall erzittern.
Die Amsel klagt in den entlaubten Zweigen.
Es schwankt der rote Wein an rostigen Gittern,
Indes wie blasser Kinder Todesreigen
Um dunkle Brunnenränder, die verwittern,
Im Wind sich fröstelnd blaue Astern neigen.

Verfall von Georg Trakl




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