Freitag, 13. Januar 2017

Buch Rezension: Sunshine Girl Die Heimsuchung von Paige McKenzie

by
bloomoon Verlag


Als die 16jährige Sunshine mit ihrer alleinerziehenden Mutter vom sonnigen Texas nach  Washington zieht, ist sie nicht sonderlich begeistert. Das Kaff Ridgemont ist trist und düster - und ihr neues Haus wirkt einfach nur gruselig. Türen schließen sich von selbst, ein immerkalter Windhauch zieht durch die Räume und Sunshine wird nachts desöfteren von mysteriösen Stöhnen und Seufzen geweckt. 
Als sich dann auch noch ihre Mutter auf seltsame Art und Weise zu verändern scheint, ist klar, dass hier etwas ganz und garnicht mit rechten Dingen zugeht und die Sache zunehmend bedrohlicher wird....

Nach langer Zeit schreibe ich mal wieder eine Buchrezension.
Ich habe ja ein kleines Faible für Jugend-Mysterybücher, daher haben Cover und Inhaltsangabe  von "Sunshine Girl - Die Heimsuchung" mein Herz schonmal etwas höher klopfen lassen. In Erwartung auf eine schön-schaurige Geistergeschichte habe ich angefangen zu lesen...wurde aber diesbezüglich leider ein wenig enttäuscht.

Aber gehen wir erstmal zur Hauptfigur. 
Sunshine ist ein sympathisches junges "Hippie"mädchen mit Vorliebe für Jane Austen (diese Vorliebe scheinen ja momentan exorbitant viele Protagonistinnen aus dem Fantasybuchbereich zu teilen) und altmodischen Krimskrams. Ihre Adoptivmutter Kat ist ihr eher eine Freundin als eine Mutter, das Verhältnis zwischen den beiden fand ich sehr nett und glaubwürdig beschrieben. Überhaupt mochte ich die Charaktere. 
Nolan, Sunshines nerdigen Schulkamerad am meisten. Weil er, als vielleicht eventuell, Love Interest ausnahmsweise kein perfekt gezeichnetes Gesicht, starke muskulöse Arme und einen Traumkörper hat, sondern der nette Junge von nebenan ist, mit schiefen Zähnen und-ja, nerdig halt. Die Story beeinhaltet kein abstruses, gekünsteltes Liebesdrama wie sonst so...zu... oft. 

Die Geschichte ist aus der Ego-Perspektive Sunshines geschrieben, was zu solchen Storys natürlich ganz gut passt und uns die gruseligen Momente näher miterleben lässt.
Hier wurde ich etwas enttäuscht:
Das beste an klassischen Geistergeschichten ist doch der Spannungsaufbau. Ob in Film oder Buch, man lernt anfangs erstmal die Hauptdarsteller und deren Leben ein wenig kennen, bis sich plötzlich ganz langsam seltsame Dinge ereignen. Zuerst vielleicht nur kleine eher unauffällige Merkwürdigkeiten, die nach und nach immer zunehmen und vorallem gruseliger werden. Bis dann schließlich klar ist "Oh mein Gott, hier ist ein Geist!!!!"
Sunshine Girl verspielt dieses Potential leider schonmal, da für meinen Geschmack alles zu schnell Schlag auf Schlag geht.
Ansich fand ich die Story nicht verkehrt, teils kommt sogar zarter Grusel auf, blutig oder richtig horrormäßig wird es jedoch nie - was klar ist, da das Buch eins für Teenager ist.

Die Entwicklung und das Ende des Buches lässt erahnen, dass es sich nicht um einen Einzelband handelt, sondern mindestens ein Band folgt. Google sagt mir, es wird eine Trilogie. 
Ob ich die nächsten Bücher lesen werde - vielleicht. Kennt ihr diese Horrorfilme, die nur so lange gruselig sind, bis man das Monster sieht? So empfinde ich persönlich auch "Sunshine Girl Die Heimsuchung". Bis zu einem gewissen Punkt nicht schlecht - aber darüber hinaus interessiert es mich nicht mehr soo sehr.

Ich empfehle Sunshine Girl Lesern, die jugendlichen Fantasy im Mysterybereich und Serien wie Gilmore Girls, Ghost Whisperer, Supernatural  mögen.


3,5 von 5 Fledermäusen

Kommentare:

  1. Klingt ein bisschen wie "kann man lesen, muss man nicht". ;)

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  2. Schade, dass dir das Buch nicht so gefallen hat. Bei mir steht die englische Originalversion schon länger auf der Wunschliste, bin aber mittlerweile doch etwas unentschlossen, da sich die Leserschaft in zwei Lager zu spalten scheint.

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