Freitag, 7. Oktober 2016

Herbstliches Lesen: Harry Potter 8



Lange habe ich überlegt, ob ich den kürzlich erschienenen "8. Teil" der Harry Potter Saga lesen sollte. Die Gründe:
- Das Buch ist in Theaterform geschrieben und besteht zumeist nur aus Dialogen
- Ich fand schon den Epilog zu Band 7 reichlich kitschig
- Geschichten, die an eine eigentlich abgeschlossene Reihe anknüpfen, umweht meist ein leiser Hauch von Geldmacherei
- Die Spoiler über den Storyverlauf, denen ich vor Kauf ausgesetzt war, klangen......sehr merkwürdig

Neugierde und das hübsche Cover haben mich dann allerdings doch zum Lesen bewegt.
Worüber handelt das Buch: 
19 Jahre nach Ende des siebten Bandes kommt Harry Potters Sohn Albus nach Hogwarts.
Während Harry, mittlerweile Vater von drei Kindern, sich durch eine Menge stressiger Arbeit im Zaubereiministerium und Rückblenden seiner Vergangenheit kämpft, hat Albus seinen ganz eigenen Kampf zu führen. Dem Kampf über das Vermächtnis seiner Familie, mit dem er eigentlich nichts zu tun haben will. 

Ich versuche, meine Rezension relativ spoilerfrei zu halten.

Das ein Script in Theaterform ganz anders zu lesen ist, als die bisherigen Bücher von J.K.Rowling, ist klar.
Ich wusste auch, was auf mich zukommt, trotzdem fiel es mir vorallem zu Beginn recht schwer, mit dieser abgehackten Schriftform in das Potter-Universum einzutauchen.
Die Story ansich ist völlig überladen, in meinen Augen zu einem nicht kleinen Teil völlig unlogisch aufgebaut. Lieblos hingeschmierte Charaktere, die nichts mit den früheren, eigentlichen Charakteren gemein haben. Ron als völlig hirnloser Dorftrottel hat mich besonders geärgert.
Zeitreisen, die zusätzlich sinnfrei Paradoxa mit sich bringen.
 Zwischendurch fühlte ich mich, dank einer bestimmten auftauchenden, blau-silberhaarigen Person, stark an die "My Immortal" Reihe erinnert, was definitiv kein positives Zeichen ist.
Und wie eine mehr schlecht als rechte Fanfiction klingt auch die ganze Geschichte.

Als humoriges Theaterstück mag es wirken, aber in Buchform bin ich leider sehr enttäuscht.
1 von 5 Fledermäusen


Kommentare:

  1. Ich bin da auch recht unentschlossen... aber ich glaube, ich werde mich da doch zurückhalten und es nicht kaufen... ich versteh auch nicht warum da jetzt ein Theaterstück noch kommen muss und warum man nicht gleich ein ganzen Buch draus gemacht hat... aber na ja... was soll's...

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  2. Ohje, das klingt nicht sehr gut... Habe das Buch auch schon hier liegen und wollte mich die Tage endlich mal drüber trauen. Zwar habe ich nicht sonderlich hohe Erwartungen, da ich auch schon viele enttäuschte Stimmen vernommen habe, aber ich bin schon neugierig, wie/ob es mir gefallen wird.

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