Freitag, 19. September 2014

Eskimo-Piercing...ouch




~Zur Abwechslung mal wieder ein Piercing-Erfahrungsbericht~

Letztes Wochenende hatte ich die relativ spontane Idee, mir ein vertical Labret stechen zu lassen. Hin und wieder brauche ich nämlich einfach Abwechslung in meinem Gesicht ;)
Einige Jahre lang habe ich Snakebites getragen, aber mittlerweile ist dieses Piercing nicht mehr so meins....ich hab damit immer so Emo-Assozinationen, wenn man versteht, was ich mein :D (nicht negativ gemeint),
Mein linkes Labret hab ich von den Snakebites behalten - das kann ich tollerweise auch einfach mal ein paar Wochen rausnehmen, ohne dass es wirklich zuwächst - und dem sollte nun ein mittlerer Ring folgen.
Samstag bin ich also zur Piercerin meines Vertrauens und hab gefragt, wies aussieht.
Da ich relativ lange Vorderzähne habe (-.-), hab ich mich für ein Eskimo entscheiden, also ein vertikales Piercing, welches direkt durchs Lippenrot gestochen wird.
Das hat den Vorteil, dass es überhaupt nicht an die Zähne kommt und diese somit geschont werden.
Perfekt! Gerade, weil ich mit meinem rechten Labret anfangs massive Probleme mit "Zähneklackern" hatte und dann auf PTFE wechseln musste.
Also - Eskimo (wer auch immer sich diese Bezeichnung (heißt übrigens übersetzt "Rohfleischfresser" ausgedacht hat ) !

Eeetwas Herzklopfen hatte ich zugegebenermaßen durchaus, weil ich zuvor schlauerweise gegoogelt habe und das Eskimo ja "MEGA SCHMERZHAFT IST" und "KREISLAUFKOLLAPS" und "LIPPE GEPLATZT" ist ~ merke: Googeln ist in manchen Situationen eher unangebracht .

Ich lag also auf der Liege, die Piercerin desinfizierte meine Lippe, legte die Zange an und innerhalb kürzester Zeit war der Stab durch, Die Schmerzen waren absolut aushaltbar...klar hat jeder ein anderes Schmerzempfinden, aber ich empfand es jetzt nicht schlimmer als ein normales Labret.


Ich also raus aus dem Studio, voll happy, keine Schmerzen, keine Schwellung, sag noch zu meinem Freund "Oooh diese Piercing ist ja soo toll und macht null Zicken!".......
...drei Tage lang ging alles gut...
Doch dann...das schröckliche Erwachen!!!  
Mittwoch bin ich dann aufgewacht, mit einer fetten Elefantenlippe und einem daraus resultierenden engen Piercing und natürlich nicht zu wenig Schmerzen.
Keine Ahnung wieso, wahrscheinlich ist mir irgendwas in die Wunde gekommen...obwohl ich stets brav pflege.
Irgendwann zwischen Kühlen und Betaisodona bin ich dann rüber zum Piercer,
Und - ohmeingoth - ich bin ja wirklich einiges an Piercingsschmerz gewöhnt und würde mich jetzt nicht als Megasensibelchen bezeichnen - aber die Kombination 
entzündetes, enges Piercing/nicht gerade sooo sanfter Piercer/Ich...
war...schlecht.
Es war schmerzhaft hoch zehn und mindestens 50mal so schlimm wie das vorherige Stechen D:

Naja.
Mittlerweile ist es gothseidank, dank längerem Stab, relativ abgeschwollen und tut nur noch ein bisschen weh~
Aber dafür sieht es halt Hammer aus! 
Und der altbekannte Spruch "Wer schön sein will, muss leiden." passt da wohl ganz gut.
Jaaaa...so ist das.


Hattet Ihr schonmal Probleme mit euren Piercings?
Wie findet Ihr Vertical Labrets allgemein?


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