Montag, 6. Januar 2014

Mystery Monday

via aurelienpolice
Ich bin schon immer ein Fan von schönen Mystery Geschichten, die einem ein angenehmes Schaudern über den Rücken jagen. Ob Mothman, Geistererscheinungen, Ufo´s , der Jersey Devil, oder oder oder...
Eine meiner "Lieblings"stories (argh das klingt makaber) ist die Geschichte der Idilia Dubb.
Sonderlich mysteriös oder creepy ist sie eigentlich nicht, aber sehr tragisch...berührend...
Kurzinhalt:
"Die 17-jährige Idilia Dubb war, so heißt es, mit ihren Eltern und zwei Geschwistern 1851 auf einer Rheinreise, die sie auch nach Koblenz führte. Nach der Übernachtung im Hotel wanderten die Dubbs am folgenden Tag nach Lahnstein, wo sie sich im Wirtshaus an der Lahn einmieteten. Vor der Abreise suchte Idilia, die Malerin werden wollte, allein die damalige Burgruine Lahneck auf, um noch eine Zeichnung von ihr anzufertigen. Als sie den etwa zwanzig Meter hohen Turm der Burg erstiegen hatte, stürzte die Holztreppe ein, die wenige Jahre zuvor von Naturfreunden wegen der schönen Aussicht ins Lahntal hinein errichtet worden war. Damit war ihr der Rückweg abgeschnitten. Es gelang ihr nicht, sich bemerkbar zu machen, sodass sie nach vier Tagen, in denen sie Tagebuch führte, verdurstete."

“Lebe ich noch?” - Mir scheint, daß ich schon eine Ewigkeit hier oben bin. Die Zunge klebt mir am Gaumen fest, ich kann nicht mehr rufen. Meine Kleider hängen in Fetzen herum, mein Haar ist zerzaust; mir dünkt, ich bin taub geworden; ich höre nichts mehr, die Welt ist wie ausgestorben. Gestern kamen zwei Mauerschwalben heraufgeflogen und setzten sich, vom Fluge ermattet, auf den Rand. Es war das letzte Glück, das mir zu Teil ward. Ein Gruß aus der Welt, aus dem Leben.  -  Als sie davon flogen, sah ich Ihnen lange nach, ich meinte, sie mußten geradewegs zu den Meinigen fliegen und Ihnen Nachricht von meinem Elende bringen. Das ist,  glaube ich, der 4. Tag! - Tag? Die vierte Höllenewigkeit! Gestern war mir wieder, als höre ich.  Furchtbar todt und still lag alles, ich war wie im Grabe ohne Empfindung, ohne Gedanken und Sinn. Plötzlich vernahm ich meinen Namen wie aus weiter Ferne, wie von unserem Hause aus Edinburgh herrufen. Ich raffte mich auf und kletterte noch einmal auf die aufgeschichteten Steine empor, schon konnte ich nicht mehr sehen! Es lag wie ein Schleier vor meinen Augen und ich fiel mit den Steinen zur Erde. "
- Idilias Tagebuch (deutsch)

Wie bei den meisten Geschichten dieser Art  soll der Geist der Idilia noch immer auf dem Burgturm weilen und weinen, in der Hoffnung, entdeckt zu werden.
Ob die Story wahr ist, darüber wird gestritten, ich selbst glaube auch eher an eine erfundene Erzählung, um Touristen anzulocken....aaaaber eine sehr anrührende Erzählung. 


Habt Ihr auch solche "Lieblings"Legenden?

Kommentare:

  1. Oha, die Geschichte hört sich ja spannend an. Ich glaube, das wird ein Buch für mich. :-)

    Lieblingslegenden habe ich eigentlich nicht... außer wenn man die Geschichten von H.P. Lovecraft mitzählt.
    Wenn du Gruselliteratur schön findest, kann ich dir Jörg Kladgen und seine Kurzgeschichten aus "Cosmogenesis" empfehlen... ergänzend dazu lässt sich dann auch schön die Musik seiner Band "The House of Usher" hören!

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    1. Danke für den Tipp, das Buch + Band klingt charmant und kommt auf meine to read Liste :))

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  2. Die Geschichte ist wirklich tragisch, aber irgendwie auch "schön" (ich denke, du weißt, wie ich das meine)

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